< Prostatakrebs – warum Vorsorge immer gut ist
17.03.2016 18:28 Alter: 3 yrs

Blasenschwäche – das ist dagegen zu tun

Eine Reizblase, also sehr häufiger Harndrang, ist eine echte Volkskrankheit geworden. Rund 15 Prozent der Erwachsenen hierzulande leiden darunter. Wie Betroffenen geholfen werden kann.


Ständiger, überfallartiger Harndrang, so die Symptome für eine Reizblase, schränkt die Lebensqualität gehörig ein. Es sind zwar mehrheitlich ältere Menschen betroffen und in der Regel mehr Frauen als Männer, aber auch Jüngere können darunter zu leiden haben.

Bei dieser Erkrankung ist der Harndrang immer sehr groß, jedoch werden dann beim Wasserlassen nur geringe Harnmengen abgegeben. Wenn man innerhalb von 24 Stunden mindestens acht Mal urinieren muss oder mehr als zweimal pro Nacht, dann sind dies Anzeichen für eine solche Reizblase. Die Harnblase kann bis zu einem halben Liter an Urin aufnehmen. Die Blase meldet allerdings schon bei ca. 300 Milliliter dem Gehirn eine gewünschte Entleerung an. Bei Patienten mit einer Reizblase kommt dieser Reiz wesentlich häufiger als es nötig wäre. Besonders unangenehm ist dabei für viele, dass der Harndrang oft sehr überraschend kommt.

Die Ursachen für diese Beschwerden können sehr vielfältig sein. „Es kann sich um eine Entzündung, Diabetes, Blasensenkung und -steinen oder sogar Blasenkrebs handeln“, sagt der Urologe Alexander Moschkowitsch aus Berlin-Schöneberg.

Vielfältige Behandlungsmethoden

Bei den urologischen Untersuchungen spielen viele Bereiche eine Rolle. Neben der individuellen Krankengeschichte, werden Patienten auf allgemeine Erkrankungen hin untersucht. Zudem stehen die Medikamenteneinnahme, die Häufigkeit des Urinierens, die Trinkmenge, aber auch mögliche Schmerzen beim Wasserlassen im Fokus. Bei Männern wird zudem die Prostata, bei Frauen die Gebärmutter untersucht.

Eine einheitliche Behandlungsmethode für Reizblasen gibt es nicht. Je nach Befund ist eine individuelle Therapie notwendig. In manchen Fällen helfen schon kleine Verhaltensveränderungen wie das Weglassen von harntreibenden Getränken vor der Bettruhe. Ebenso kann eine Beckenbodengymnastik eine probate Behandlungsmethode sein und zur Linderung beziehungsweise Beseitigung der Beschwerden führen. Möglich ist aber auch eine medikamentöse Behandlung oder operative Methoden, sofern nicht-operative Methoden zuvor keinen Erfolg brachten.